In Kalifornien, Nationalparks, Nevada, USA

Death Valley National Park – das Tal des Todes ist der heißeste Ort der Welt, der trockenste Ort in Nordamerika und mit dem Badwater Basin auch der tiefste Punkt Amerikas. Höher, weiter, schneller – das können die Amis, auch bei den Nationalparks. Die USA sind einfach das Land der Superlative.

Auch wenn man bei dem Namen Tal des Todes meinen könnte, dass hier kein Leben herrscht, irrt man sich. Pflanzen und Tiere haben auch im Death Valley ihren Lebensraum. Vor allem im Frühling kannst du hier eine atemberaubende Blütenpracht und Tiere wie Kojoten, Raben und Erdhörnchen sehen.

Death Valley liegt überwiegend in Kalifornien und zum kleineren Teil in Nevada – mitten in der Mojave-Wüste. Das Tal des Todes erstreckt sich südöstlich von der Sierra Nevada und westlich von Las Vegas. Der Nationalpark kommt gleich mit mehreren Superlativen daher:

  • der trockenste Nationalpark der USA
  • der heißeste Ort der Welt (57 Grad Celsius im Jahr 1913)
  • der tiefste Punkt Nordamerikas mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel (Badwater Basin)
Death Valley National Park Eingang
Death Valley National Park

Beeindruckende Größe des Death Valleys

Das Death Valley ist ungefähr 200 Kilometer lang und misst eine Größe von über 13.600 km². Insgesamt gibt über 480 Kilometer asphaltierte Straßen, 480 Kilometer unbefestigte Straßen und circa 160 Kilometer unbefestigte 4×4 Straßen. Wenn du bei deinem Besuch im Death Valley gerne Offroad fahren möchtest, empfehle ich dir einen SUV – besser noch einen SUV mit Allradantrieb (auch 4×4 oder AWD genannt).

Wir buchen unseren Mietwagen für die USA immer über Check24. Mittlerweile sind wir dort im Gold Club und haben somit ein kostenloses Versicherungs-Upgrade inklusive.

➡ Lies auch Autofahren in den USA – Das musst du wissen

Wir haben bei unserer USA Westküste Rundreise einen Tagesausflug von Las Vegas aus in das Death Valley unternommen. Da wir im Juni unterwegs waren, fielen längere Wanderungen aufgrund der extremen Hitze leider aus. Aber wir haben dennoch einen tollen Tag im Death Valley verbracht. Ich gebe dir allgemeine Infos und Fakten zum Nationalpark und zeige dir, welche Death Valley Sehenswürdigkeiten du in deinem Urlaub unbedingt sehen musst. Und wie immer gilt: Wenn du nicht alles schaffst, ist es eben ein perfekter Grund, um noch einmal wiederzukommen. Urlaub in den USA geht einfach immer, oder?

Anfahrt in das Death Valley

Die schnellste Route von Las Vegas nach Death Valley führt über Pahrump. Die Entfernung Las Vegas – Death Valley beträgt circa 200 Kilometer und 2 Stunden Fahrzeit.

Die Entfernung Los Angeles – Death Valley beträgt 420 Kilometer und eine Fahrzeit von circa 4:40 Stunden. Der Eingang ins Tal des Todes führt über Panamint Springs.

Death Valley National Park Hotel buchen

In folgenden Hotels kannst du im Death Valley NP übernachten:

Westlich des Parks kannst du in den Orten Lone Pine, Ridgecrest oder Bishop übernachten.

Außerhalb und östlich des Parks kannst du nach Unterkünften in Beatty, Pahrump, Shoshone und Las Vegas Ausschau halten.

Death Valley - Endlose Straße
Death Valley – Badwater Road

Wissenswertes & Informationen rund um Death Valley National Park

Eintritt

Der Eintritt mit dem PKW kostet 30 USD und gilt für sieben aufeinanderfolgende Tage. Mit dem American the Beautiful Annual Pass (kostet 80 USD und bietet freien Eintritt in viele Nationalparks) ist der Eintritt kostenfrei.

Die Eintrittspreise für Fußgänger und Motorräder etc. findest du auf der offiziellen Seite des National Park Service (NPS).

Öffnungszeiten

Der Nationalpark hat ganzjährig geöffnet. Die Öffnungszeiten des Furnace Creek Visitor Center sind von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Hier findest du die Öffnungszeiten der Campingplätze.

Death Valley National Park Tipps

  • Tanke dein Auto außerhalb des Parks voll. Es gibt zwar eine Tankstelle in Furnace Creek Death Valley, die Spritpreise sind jedoch extrem hoch
  • Hab genügend Wasser dabei und trinke viel!
  • Wanderungen sind im Sommer aufgrund extremer Hitze nur in den Morgenstunden bzw. Abendstunden zu empfehlen
  • Denk an Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille
  • Füttere keine Tiere und bleibe auf den Trails
  • Bedenke, dass du mit deinem Smartphone so gut wie nie Netz / Internet hast
  • Sonnenuntergang im Death Valley: Zabriskie Point, Sanddünen, Aguereberry Point und Artist Palette
  • Sonnenaufgang im Death Valley: Dantes View, Zabriskie Point und die Sanddünen

Death Valley Klima, Wetter und Temperaturen

Der heißeste Tag im Death Valley wurde wurde am 10. Juli 1913 im Death Valley (Furnace Creek Ranch) mit 57 Grad Celsius aufgezeichnet (Weltrekord Death Valley).

Der kälteste Tag im Death Valley wurde am 8. Januar 1913 mit -10 Grad registriert.

In den Jahren 1929 und 1959 gab es keinen Regen im Death Valley.

Die trockenste Zeit im Death Valley gab es zwischen 1931 und 1934. Innerhalb von 40 Monaten gab es einen Niederschlag von 1,6 cm.

Im Jahr 2001 gab es an 154 aufeinanderfolgenden Tagen Temperaturen über 30 Grad Celsius im Death Valley National Park.

Elevation Sea Level Death Valley
Elevation Sea Level Death Valley

Death Valley – Wann ist die beste Reisezeit?

Death Valley im Sommer

Death Valley im Sommer ist heiß. Die höchste Temperatur von 57 Grad Celsius wurde 1913 gemessen. Starte früh in den Tag, längere Wanderungen sind nur in den frühen Morgenstunden bzw. Abendstunden möglich. Bedenke, dass es wenig Schatten gibt und trinke viel Wasser. Trotz der extremen Temperaturen ist das Death Valley im Sommer am meisten besucht.

Death Valley im Herbst

Ende Oktober beginnt die Camping-Saison im Death Valley. Die Temperaturen liegen im Oktober bei 35 Grad, im November bei 22 Grad. In der 2. Novemberwoche findet jährlich das Lager der Death Valley 49er statt. Zu der Zeit ist der Nationalpark gut besucht. Auch zu Thanksgiving ist mit einem vollen Park zu rechnen. Ansonsten ist das Death Valley im Herbst weniger besucht.

Death Valley im Winter

Im Winter kannst du im Death Valley mit Temperaturen von um die 18 Grad rechnen. Nachts fallen die Temperaturen auf um die 2-3 Grad. Im Winter ist der Nationalpark am wenigsten besucht, das Licht ist besonders schön und die Gipfel können mit Schnee bedeckt sein.

Death Valley im Frühling

Die beliebteste Reisezeit für einen Besuch im Death Valley ist im Frühling. Die Temperaturen liegen im Frühling im Februar bei 17 Grad, im März bei 19 Grad und im April bei 25 Grad. Nach einem regenreichen Winter kannst du im Frühling die wunderschöne Blumenpracht bestaunen und das Death Valley nochmal ganz anders erleben.

Ausblick im Tal des Todes
Tal des Todes – Ausblick

Wandern im Death Valley

Die beste Zeit für Wanderungen im Death Valley ist von November bis März. In den Sommermonaten (Temperaturen über 40 Grad) sind Wanderungen gefährlich. Auch im Frühjahr kannst du mit unerträglicher Hitze und Temperaturen rechnen. Hab das Wetter bei deinem Besuch im Death Valley immer im Blick und unternimm längere Höhenwanderungen lieber in den Wintermonaten.

Einfache Wanderungen

  • Harmony Borax Works (0,6 km)
  • Salt Creek Interpretive Trail (0,8 km)
  • Badwater Salt Flat (1,6 km)
  • Natural Bridge (1,6 km)
  • Mesquite Flat Sand Dunes (3,2 km)

Moderate Wanderungen

  • Ubehebe Crater Loop (2,4 km)
  • Darwin Falls (3,2 km)
  • Badlands Loop (4,3 km)
  • Golden Canyon (4,8 km)
  • Desolation Canyon (5,8 km)
  • Mosaic Canyon (6,4 km)
  • Willow Canyon (6,8 km)
  • Gower Gulch Loop (6,9 km)
  • Sidewinder Canyon (8,4 km)
  • Fall Canyon (9,6 km)
  • Dante’s Ridge (13 km)

Schwere Wanderungen

  • Panamint Dunes (11,3 km)
  • Little Bridge Canyon (11,2 km)
  • Corkscrew Peak (12,9 km)
  • Wildrose Peak (13,5 km)
  • Telescope Peak (22,5 km)

Death Valley Sehenswürdigkeiten und Highlights

#1 Zabriskie Point

Zabriskie Point im Death Valley
Zabriskie Point im Death Valley

Der Zabriskie Point war unser erster Halt im Death Valley. Es gibt einen großen Parkplatz und nach einem kurzen Fußmarsch (circa 5 Minuten) erreichst du den Aussichtspunkt. Die Sicht ist atemberaubend und die Formen und Farben der Felsformationen wirklich einzigartig.

Der Aussichtspunkt ist vor allem auch zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sehr beliebt – bietet aber auch mitten am Tag ein tolles Fotomotiv. Vom Zabriskie Point kannst du Wanderungen zum Golden Canyon oder Gower Gulch Loop starten.

➡ Mehr zum Wandern im Death Valley findest du bei Feel4Nature

Ich empfehle dir, immer Wasser dabei zu haben, wenn du das Auto im Death Valley verlässt!

#2 Badwater

Badwater Basin 282 feet below sea level
Badwater Basin 282 feet below sea level

Badwater ist eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten im Death Valley und zugleich der tiefste Punkt der USA mit 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel.

Du erreichst Badwater über die Badwater Road (circa 20 Minuten Fahrt ).

Badwater ist ein Überbleibsel des ehemaligen Sees Lake Manly. Hier, in der Salzwüste merkst du die extreme Hitze am stärksten. Wir sind circa 500 Meter über das pure Salz gelaufen und mit jedem Schritt merkten wir, wie der Hals trockener wurde.

#3 Natural Bridge

Death Valley Natural Bridge
Death Valley Natural Bridge

Die Wanderung zur Natural Bridge ist ein kurzer, einfacher Trail im Death Valley. Die Anfahrt erfolgt über eine unbefestigte Straße (Abzweigung ab Badwater Road). Nach einem Fußweg von circa 20-30 Minuten erreichst du die Natural Bridge. Wir sind an der Brücke umgedreht und zurück zum Auto. Bei „kühleren“ Temperaturen kannst du den Weg noch ein Stück weitergehen.

#4 Artist Drive

Der Artist Drive ist ein wunderschöner Scenic Drive, der nur in eine Richtung befahren werden kann. Auf einer Länge von 15 Kilometern erwarten dich tolle Panoramen und regenbogenfarbige Hügel. Es gibt verschiedene Fotopunkte und Haltebuchten auf dem Artist Drive, die Panoramastrecke lohnt aber auch nur zum „Durchfahren“. Übrigens wurde hier ein Teil des Films Star Wars – Krieg der Sterne gedreht.

#5 Artist Palette

Artist Palette im Death Valley National Park
Artist Palette im Death Valley National Park

Die Artist Palette ist ein Aussichtspunkt auf dem Artist Drive. Was für ein Farbenspiel – mitten in der Natur.

#6 Dante’s View

Ausblick Death Valley vom Dantes View
Ausblick Death Valley vom Dante’s View

Der Aussichtspunkt Dante’s View gehört zum Besuch im Death Valley auf jeden Fall mit dazu. Von hier oben (1669 Meter) hast du einen fantastischen Blick ins Death Valley und in die Sierra Nevada.

Die Straße zum Viewpoint ist asphaltiert und für Camper verboten. Zum Ende der Straße wird es sehr kurvig, bevor du an den Parkplatz gelangst. Die Fahrt dauert circa 30-40 Minuten.

Oben angekommen freuten wir uns über kühlere Temperaturen und einen leichten Wind. Eine nette Abwechslung nach einem heißen Tag im Tal des Todes.

Der Dante’s View Point war unser letzter Halt im Death Valley. Da wir noch lange nicht alles gesehen haben, werden wir noch einmal wiederkommen. Ein nächster Besuch im Death Valley ist schon geplant. Warst du schon im Death Valley? Was war für dich am beeindruckendsten? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Bleib immer auf dem neuesten Stand

Du willst keinen Artikel mehr verpassen? Abonniere meinen kostenlosen Newsletter, so bleibst du immer auf dem Laufenden. Selbstverständlich kannst du meinen Newsletter auch ganz problemlos wieder abbestellen. 

Mein Newsletter informiert dich über neue Artikel sowie Neuigkeiten rund um den Reiseblog AI SEE THE WORLD. Informationen zu den Inhalten, der Protokollierung deiner Anmeldung, den Versand über den US-Anbieter MailChimp, statistische Auswertung sowie deine Abstellmöglichkeiten findest du in der Datenschutzerklärung.


Folge mir gerne auf Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Google+.

Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Du hast natürlich keinen Nachteil und es entstehen für dich keine zusätzlichen Kosten. Ich verlinke ausschließlich Produkte und Seiten von denen ich selbst überzeugt bin.

Dir hat der Beitrag gefallen? Teile ihn!

Empfohlene Beiträge
Kommentare
  • Verena Bolger
    Antworten

    Vielen Dank für den tollen Beitrag und die schönen Fotos. Ich habe großen Respekt vor der Natur an diesem Ort. Ich frage mich auch, was passiert, wenn man mal einen Platten hat. Es gibt ja anscheinend keinen Handyempfang. Wie holt man dann Hilfe? Was hättet ihr denn gemacht im Fall der Fälle? 🙂

Einen Kommentar hinterlassen

Ich akzeptiere